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Das Tierarzneimittelgesetz ab 2022

Das Tierarzneimittelgesetz ab 2022

Posted by tw-Schule in Berufskunde, Sonja-Tschoepe 27 Aug 2021

Sonja Tschöpe

Gravierende Änderungen ab 28.01.2022

Tschüss Tierheilpraktiker?

Lange war es still um die geplanten Neuerungen des Tierarzneimittelgesetz. Doch viele Tierheilpraktiker und sonstige tierisch Tätigen wussten, es kommt was. Viele Gespräche wurden im Hintergrund geführt, auch mit der Politik. Es scheint, als habe das nichts bewirkt. Denn die Veränderungen, die sich da leise ankündigen bringen wenig Gutes mit sich.

Es bedeutet tatsächlich – wenn denn nicht doch noch ein Wunder geschieht – für manche Kolleg/innen das Berufsaus. Denn gerade die Tierhomöopathen, die mit Einzelmitteln arbeiten, dürfen diese zukünftig zwar auswerten, aber nicht mehr empfehlen. Und die rezeptpflichtigen Einzelmittel in der Apotheke beziehen geht auch  nicht mehr! Denn das Umwidmen von homöopathische Arzneien ist nicht erlaubt. Wenn es kein „ad us vet“ Präparat ist, darf es einem Tier nicht mehr gegeben werden.

Fertigarzneimittel für Menschen nicht mehr für Tiere!

Das Gesetz schreibt vor, dass für Menschen zugelassene, apothekenpflichtige und für den Verkehr außerhalb der Apotheken zugelassene Fertigarzneimittel nur noch durch Order vom Tierarzt angewendet werden dürfen. Sprich auch der Tierhalter kann sich das Präparat ohne weiteres nicht mehr kaufen, um es seinem Tier zu geben!

Dazu zählen:

Und nu?

Es wird für einige Kolleg/innen sicher weitergehen, die andere Therapiemethoden nutzen. Bachblüten dürfen weiter genutzt werden. Auch Aromatherapie gibt es weiter. Und wenn ein Präparat ein Nahrungsergänzer ist (wie Vitalpilze) oder eine ad us vet Bezeichnung trägt, also speziell fürs Tier ist, dann darf sie auch weiter empfohlen werden.

Denn es wird zwar einiges untersagt, aber nicht alles verboten. Dennoch können wir heute nur jedem tierisch Tätigen ans Herz legen sich hier rechtlich über die Verbände zu informieren.

Und nach dem 28.01.2022 wirklich genau prüfen, was man noch schriftlich oder mündlich ausspricht. Denn Nichtwissen schützt vor Strafe nicht und was gesetzlich untersagt ist, ist nunmal untersagt.

Artikel von Sonja Tschöpe

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