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Tierisch viel Konkurrenz

Tierisch viel Konkurrenz

Posted by tw-Schule in Berufskunde, Sonja-Tschoepe 12 Mrz 2021

Sonja Tschöpe

Das gibt es alles schon

Tierisch viele Kollegen im Umkreis

Geht es dir auch so, dass du voller Energie in die Ausbildung für einen tierschen Beruf begonnen hast, vielleicht Tierheilpraktiker, Tierphysiotherapeut, Tierernährungsberater o.ä. werden möchtest. Und dann bist du fertig, willst eröffnen und mit hochgekrempelten Ärmeln und frohen Mutes durchstarten und es kommt keiner? Denn da gibts ja schon Kollegin x, die sich auch auf diese Tierarten konzentriert. Und den Kollegen x, der zwar diese eine Therapieform nicht macht, dafür aber zwei andere, die du noch erlernen wolltest. Na toll…. Und nun?

Keine Sorge, bestimmt 90 % aller tierisch Tätigen haben das gleiche erlebt. Denn kaum jemand macht sich vor dem Start einer Ausbildung Gedanken darüber, den Wettbewerb im näheren Umfeld mal zu prüfen. Quasi einen Blick auf die Konkurrenz zu werfen. Dabei gehört das zum Businessplan eigentlich dazu. Würdest du z.B. einen Laden in der Shopping-Meile eröffnen, würdest du sicherlich auch erst mal prüfen, wen oder was gibt es da schon. Warum also nicht wenn man tierisch Tätig sein mag?

Und nun? Was jetzt?

Meist gibt es genügend Tiere für jeden und genügend Menschen, die genau dich brauchen. Aber natürlich ist es vor allen Dingen am Anfang schwer überhaupt Kunden zu bekommen. Denn über zufriedene Kunden, bekommt man Empfehlungen und über Empfehlungen (die beste Werbung schlechthin) kommt weitere Kundschaft. Und so vergrößert sich das Gebiet und auch die Einkünfte. Was du dabei als Kosten für deine Dienstleistung ansetzt, ist weniger wichtig. Zu billig schreckt ab und wirkt unseriös. Zu teuer ist in der heutigen Zeit auch schwer, da die meisten auch coronabedingt anders mit dem Geld haushalten müssen.

Worauf es ankommt ist, was du zu bieten hast. Willst du wirklich 1:1 das gleiche machen wie x und y oder gibt es etwas, was du besonders gut kannst? Eine Art Spezialisierung? Vielleicht hast du jahrelang einen Epilepsiehund begleitet und deshalb auch die Ausbildung gemacht? Warum dann also nicht den Scheinwerfer darauf setzen? Die meisten tierisch Tätigen starten mit einer Masse an Dingen. Alle Therapiemethoden für alle Tiere. Denn ja, so kann man alle Bedürfnisse erfüllen. Wenn aber doch schon so viele so denken, woher soll dann jemand mit einem Epileptikerhund wissen, wo er hin soll? Der wird sich vielleicht die Person nehmen, die im Google-Ranking oben steht oder aber die schönste Website hat. Vielleicht aber auch weil Nachbarin Müller auch schon mal bei der Person war.

Du musst also mehr auffahren, als eine Kopie zu werden!

Ich bin gut und werde gesehen!

Wenn du dich wie eine eingehende Zimmerprimel fühlst, dann wirst du auch nicht gesehen und das Telefon bleibt still. Wenn du aber den Scheinwerfer auf dich richtest und mit der richtigen Einstellung, dem richtigen Glauben startest, dann wird dein Business auch laufen. Vielleicht nicht von Beginn an, dass man dir die Tür einläuft, aber es wird.

Und man braucht in jedem Business einfach Geduld. Oft sind die ersten 2-5 Jahre ruhiger. Manche tierisch Tätigen brauchen mehr als 10 Jahre, um von den Einkünften leben zu können. Du brauchst also entweder etwas Glück oder aber einen langen Atem. Wichtig ist aber, dass du an dich glaubst. Wenn die Arbeit mit Tieren wirklich dein Herzensthema ist und du vielleicht dann noch sagst, du spezialisierst dich auf eine Tierart oder/und auf ein oder zwei Themen, dann wirst du dich von anderen abgrenzen können und auch die passenden Kunden anziehen. Warte jedoch nicht, dass dir der Erfolg in den Schoß fliegt, sondern dafür musst du schon etwas tun. Sei es durch ansprechende Beiträge im Social Media, auf deiner Website z.B. im Blog oder aber auch durch das Verteilen von Flyern, Vorträge im Tierheim o.ä.

Manchmal helfen auch Kooperationen, z.B. wenn dein Thema zu einem tierischen Laden passt. Verkauft da vielleicht jemand Dinge rund um den Hund, berät aber nicht in Sachen Ernährung und du hast das gelernt, dann frag doch mal freundlich nach, ob diese nicht Lust auf regelmäßige kostenlose Treffen haben, bei denen du dein Wissen gratis 30 Minuten an bestimmten Terminen mit den Kunden des Laden teilst. Darüber lässt sich auch Kundschaft gewinnen… Und bestimmt gibt es noch mehr Ideen. Sei kreativ. Mach aber nicht alles nach, was andere tun. Sei du selbst. Dann wird alles auch klappen. Und hab vor allen Dingen Geduld…

Artikel von Sonja Tschöpe

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