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Sauer macht nicht lustig!

Sauer macht nicht lustig!

Posted by tw-Schule in Allgemein 29 Jan 2018

Ein Blogbeitrag unserer geschätzten Dozentin, Tierärztin Dr. med. vet. Silke Stricker:

Sauer macht nicht lustig!

Wer von uns Therapeuten kennt auch solche Patienten: man wird gerufen und es sieht alles nach einer einfachen Behandlung aus. Es geht um eine leichte Erkrankung. Das Tier ist gut gehalten, wird gut gefüttert. Dazu zeigt es wunderschöne, klare Symptome. Man verschreibt mit gutem Gefühl eine Arznei und es geschieht Nichts. Hm, das kann passieren. Man überlegt natürlich sorgfältig, dosiert neu und es geschieht wieder rein gar Nichts.

 

Oder der Patient zeigt uns genau das Gegenteil von dem, was wir erwartet hätten. Er reagiert mit Anzeichen einer Arzneimittelprüfung. Gleichgültig, welche Potenz gegeben wird, er geht in eine unerwünschte Richtung. Von Besserung oder gar Heilung kann keine Rede sein. Man wechselt die Arznei und erlebt wieder das Gleiche. Sofort Anzeichen einer falschen Dosierung, keine Besserung. Also ändert man vielleicht das Therapieverfahren. Diesmal einfach nur Stillstand auf allen Ebenen. Als Therapeut beginnt man spätestens an diesem Punkt an sich zu zweifeln und grübelt, grübelt, grübelt…

 

Hier klemmt etwas und zwar richtig. Nur was? Ein bisher wenig bekannter Grund kann tatsächlich eine Übersäuerung sein. Gemeint ist nicht zu viel Säure im Magen, sondern ein übersäuertes Bindegewebe. In der Schulmedizin unbekannt, wird das latente Säureproblem in der Naturheilkunde seit langen Jahren thematisiert und erfolgreich behandelt. Vom Zweibeiner ist es freilich bekannter als bei unseren Vierbeinern.

 

Eine Übersäuerung entsteht, wenn zu viele Säuren aufgenommen werden, die der Körper nicht mehr mit Hilfe seiner eigenen Puffersysteme abfangen kann. Eine Zeitlang kann er das Problem überbrücken, indem er körpereigene Basenvorräte (basische Mineralien aus Knochen und Knorpeln) heranzieht. Doch irgendwann ist diese Möglichkeit erschöpft.

 

Wohin dann mit den überschüssigen Säuren? Alles, was nicht abgebaut werden kann, pflegt der Organismus im Bindegewebe einzulagern. Die Säuren lagern hier als ungefährliche Salze, damit tun sie ihm nichts. Damit entsteht aber ein neues Problem: alles, was die Zelle braucht und was sie selbst produziert, wird genau über diesen Weg transportiert und die Salze verstopfen dann diesen höchst wichtigen Transportweg. Der gesunde Stoffwechsel wird eingeschränkt. Es können viele viele Symptome und Krankheitsbilder entstehen, die auf den ersten Blick mit Säure nicht im Zusammenhang stehen. Die oben beschriebenen Therapieblockaden sind ein weiteres Phänomen.

 

Tiere lassen sich einfach und effizient entsäuern und werden damit auch wieder behandelbar. Der letzte, so „blockierte“ Pferdepatient der Autorin begann schon nach einer Woche der Entsäuerung wieder ganz wunderbar auf naturheilkundliche Therapien anzusprechen.

„Sauer macht lustig? Das sehen unsere Hunde und Pferde ganz anders.“

Silke Stricker

Was Silke Stricker hier berichtet, lehrt sie hier an unserer Schule als Aufbaukurs (Entgiften 2). Besuche mich: Entgiften (Aufbau)



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